Bürgermeister Stadt Unna

Meinungen zu Themen der Sparkassen-Beschäftigenten der Kandidaten aus der Stadt Unna

Frage: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist zum 31. August 2020 gekündigt. Was sollten in Ihren Augen die Beschäftigten als Ergebnis der Tarifrunde 2020 erwarten dürfen?

Antwort:Natürlich ist mir das Spannungsfeld zwischen der angespannten kommunalen Haushaltslage und einer gerechten Entlohnung sehr bewusst. Auch bei den Sparkassen hat sich in den letzten Jahren die wirtschaftliche Lage geändert. Ich bin aber zuversichtlich, dass es den Tarifvertragsparteien in der Tarifrunde 2020 gelingen wird, eine vernünftige Einigung zu erzielen.

Frage:In der Corona-Pandemie sind die größten Teile des öffentlichen Dienstes und insbesondere auch der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen als systemrelevant eingestuft worden. Wie stehen Sie zur Systemrelevanz von Sparkassen und zur Wert-schätzung des Einsatzes und der Leistung von Sparkassen-Beschäftigten besonders in diesem Zusammenhang?

Antwort:Die Corona-Krise hat mir gezeigt, wie wichtig Solidarität, Zusammenhalt und ein funktionierendes Gemeinwesen sind. Durch die Corona-Krise musste auch der öffentliche Dienst ganz neue Herausforderungen meistern. Nach meiner Wahrnehmung haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes dies sehr gut gemeistert. Dies gilt auch für die Sparkassen.

Frage:Einige Sparkassen-Vorstände erwarten von der kommenden Tarifrunde erneut deutliche Einschnitte zu Lasten der Beschäftigten in Sparkassen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Tariflandschaft in der Branche und haben dies auch öffentlich bekundet. Das geht soweit, dass andernfalls zum Teil unver-hohlen mit einem Austritt aus der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-verbände (VKA) und somit aus dem Tarifwerk des öffentlichen Dienstes gedroht wird.Wie stehen Sie zur Tariftreue von öffentlich-rechtlichen Sparkassen und zu drohenden Sonderopfern für Sparkassen-Beschäftigte?

Antwort:Der öffentliche Dienst hat aus meiner Sicht eine Vorbildfunktion gegenüber anderen Arbeitgebern, insbesondere auch in Bezug auf die Tariftreue. Es ist die Aufgabe von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, Tarifeinigungen zu erzielen. Gerade im Hinblick auf den drohenden und zum Teil schon bestehenden Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst halte ich eine Einigung im Rahmen der Tarifautonomie für unerlässlich. Für Sonderopfer der Sparkassen-Beschäftigten sehe ich aktuell keine Notwendigkeit.

Frage:Im Jahr 2020 werden im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen auch die Verwaltungsräte der Sparkassen neu besetzt. Die Beschäftigten in den Sparkassen werden in diesem Zusammenhang zur Wahl der Arbeitnehmervertrete-rinnen und Arbeitnehmervertreter aufgerufen. Sie wählen die Kolleginnen und Kollegen, die in ihren Augen die Interessen der Beschäftigten vertreten sollen. Welche Position haben Sie hinsichtlich der Akzeptanz und der Umset-zung dieser demokratischen Wahl der Beschäftigten?

Antwort: Die Ergebnisse demokratisch durchgeführter Wahlen sind zu akzeptieren und umzusetzen – ohne Wenn und Aber. Dies gilt selbstverständlich auch für die Wahl der Verwaltungsräte durch die Sparkassen-Beschäftigten.

Frage: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist zum 31. August 2020 gekündigt. Was sollten in Ihren Augen die Beschäftigten als Ergebnis der Tarifrunde 2020 erwarten dürfen?

Antwort:Angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie halte ich die Verbesserung der letzten Jahre für nicht mehr erreichbar, würde mir aber wünschen, dass die Besitzstände 2020 zumindest gehalten werden können. Dafür müssten Zuwächse im Bereich der Inflationsrate erzielt und ggf. ein Ausgleich für niedrige Entgeltgruppen erreicht werden.

Frage:In der Corona-Pandemie sind die größten Teile des öffentlichen Dienstes und insbesondere auch der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen als systemrelevant eingestuft worden. Wie stehen Sie zur Systemrelevanz von Sparkassen und zur Wert-schätzung des Einsatzes und der Leistung von Sparkassen-Beschäftigten besonders in diesem Zusammenhang?

Antwort:Sparkasse haben insbesondere große regionale Bedeutung. Dort und als Finanzierer der lokalen Wirtschaft sind sie absolut systemrelevant. Als Mitarbeiter eines Gewährträgers weiß ich auch das lokale Engagement und die Einbindung in lokale Entscheidungsstrukturen sowie als Garant für sichere Arbeitsplätze vor Ort zu schätzen. Vor diesem Hintergrund habe ich eine hohe Wertschätzung für die Leistungen der Sparkassenmitarbeiter, wie für alle Bereiche, die seit Corona an vorderster Front ihrer Systemrelevanz auch nachgekommen sind.

Das sieht ja die Landesregierung auch so und hat Sparkassen zu Recht früh in den Tätigkeitskatalog der Coronaschutzverordnung für Kindernotfallbetreuung aufgenommen.

Frage:Einige Sparkassen-Vorstände erwarten von der kommenden Tarifrunde erneut deutliche Einschnitte zu Lasten der Beschäftigten in Sparkassen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Tariflandschaft in der Branche und haben dies auch öffentlich bekundet. Das geht soweit, dass andernfalls zum Teil unver-hohlen mit einem Austritt aus der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-verbände (VKA) und somit aus dem Tarifwerk des öffentlichen Dienstes gedroht wird.Wie stehen Sie zur Tariftreue von öffentlich-rechtlichen Sparkassen und zu drohenden Sonderopfern für Sparkassen-Beschäftigte?

Antwort:Als Mitarbeiter einer Kommune halte ich Tarifautonomie und damit auch Tariftreue für ein sehr hohes Gemeinschaftsgut. Sich dem durch Austritt aus Tarifvertragsparteien bzw. Verbänden zu entziehen, gefährdet sozialen Zusammenhalt, der sich gerade jüngst als eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Überwindung von Krisen gezeigt hat.

Frage:Im Jahr 2020 werden im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen auch die Verwaltungsräte der Sparkassen neu besetzt. Die Beschäftigten in den Sparkassen werden in diesem Zusammenhang zur Wahl der Arbeitnehmervertrete-rinnen und Arbeitnehmervertreter aufgerufen. Sie wählen die Kolleginnen und Kollegen, die in ihren Augen die Interessen der Beschäftigten vertreten sollen. Welche Position haben Sie hinsichtlich der Akzeptanz und der Umset-zung dieser demokratischen Wahl der Beschäftigten?

Antwort:Das Sparkassengesetz NRW ermöglicht hier eine hervorragende Art der Umsetzung von Mitbestimmung, die sich bewährt hat und unbedingt erhalten bleiben muss. Dies beinhaltet in meinen Augen auch die Akzeptanz der demokratischen Wahl der Beschäftigten.

Frage: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist zum 31. August 2020 gekündigt. Was sollten in Ihren Augen die Beschäftigten als Ergebnis der Tarifrunde 2020 erwarten dürfen?

Antwort:In meinen Augen dürfen die Beschäftigten ein der Situation gerecht werdendes Ergebnis erwarten, das nicht ohne Not in Besitzstände eingreift und die Branche weiterhin als unverzichtbaren Teil des ÖD sichert und attraktiv hält

Frage:In der Corona-Pandemie sind die größten Teile des öffentlichen Dienstes und insbesondere auch der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen als systemrelevant eingestuft worden. Wie stehen Sie zur Systemrelevanz von Sparkassen und zur Wert-schätzung des Einsatzes und der Leistung von Sparkassen-Beschäftigten besonders in diesem Zusammenhang?

Antwort:Die Einschätzung als systemrelevant ist nach meiner Auffassung richtig. Die Mitarbeiter*innen sind den in sie gesetzten Erwartungen voll gerecht geworden. Insgesamt hat sich der ÖD, auch in den Bereichen in denen die Mitarbeiterinnen direkter bzw. konkreter den Gefahren der Pandemie ausgesetzt sind, ausgesprochen bewährt und kann nicht genug Wertschätzung erfahren.

Frage:Einige Sparkassen-Vorstände erwarten von der kommenden Tarifrunde erneut deutliche Einschnitte zu Lasten der Beschäftigten in Sparkassen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Tariflandschaft in der Branche und haben dies auch öffentlich bekundet. Das geht soweit, dass andernfalls zum Teil unver-hohlen mit einem Austritt aus der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-verbände (VKA) und somit aus dem Tarifwerk des öffentlichen Dienstes gedroht wird.Wie stehen Sie zur Tariftreue von öffentlich-rechtlichen Sparkassen und zu drohenden Sonderopfern für Sparkassen-Beschäftigte?

Antwort:Wir als Grüne haben uns immer für starke kommunale Betriebe ausgesprochen und werden uns auch weiterhin in einer Vorbildfunktion als Arbeitgeber*in sehen. Dazu gehört selbstverständlich die Tariftreue. Begründete Besitzstandwahrung ist ein Ziel der Tarifverhandlungen

Frage:Im Jahr 2020 werden im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen auch die Verwaltungsräte der Sparkassen neu besetzt. Die Beschäftigten in den Sparkassen werden in diesem Zusammenhang zur Wahl der Arbeitnehmervertrete-rinnen und Arbeitnehmervertreter aufgerufen. Sie wählen die Kolleginnen und Kollegen, die in ihren Augen die Interessen der Beschäftigten vertreten sollen. Welche Position haben Sie hinsichtlich der Akzeptanz und der Umset-zung dieser demokratischen Wahl der Beschäftigten?

Antwort:Wir können nur alle Beschäftigte/n anhalten, sich an dieser demokratischen Wahl zu beteiligen, Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen und über den Einfluss ihre AN-Vertreter*innen zielorientiert zu einer sicheren Zukunft für die Beschäftigten und die Sparkassenhäuser beizutragen

Frage: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist zum 31. August 2020 gekündigt. Was sollten in Ihren Augen die Beschäftigten als Ergebnis der Tarifrunde 2020 erwarten dürfen?

Antwort:Besser sei zu den Tarifverhandlungen gesagt, was die Beschäftigten nicht als Ergebnis erwarten dürfen: Seit Jahren wollen die Vertreter der Arbeitgeber eine Kürzung der Sparkassensonderzahlung (SSZ). Gleichzeitig aber werden die Vorstandsgehälter an die erwirtschafteten Gewinne kontinuierlich nach oben angepasst. Ein Großteil der Sparkassen erwirtschaftet noch immer Gewinne… und gibt diese nicht ausreichend an die Mitarbeiter weiter. Die Tarifverhandlungen sollten als Mindesterfolg den derzeitigen Stand erzielen. Eine Kürzung der SSZ war bisher ein Nogo und sollte auch so bleiben. Denn Die Angestellten werden schon deutlich schlechter bezahlt als die der privaten Banken. Dadurch hatten wir bisher keine Abwanderungen zu den Privaten

Frage:In der Corona-Pandemie sind die größten Teile des öffentlichen Dienstes und insbesondere auch der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen als systemrelevant eingestuft worden. Wie stehen Sie zur Systemrelevanz von Sparkassen und zur Wert-schätzung des Einsatzes und der Leistung von Sparkassen-Beschäftigten besonders in diesem Zusammenhang?

Antwort:Für viele Menschen in unterschiedlichen Berufen ist die Corona-Pandemie eine Herausforderung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben durch ihre Tätigkeit dazu beigetragen, dass trotz der Corona-Bremse die Menschen ihre Bankgeschäfte erledigen konnten. Auch der individuelle Umgang mit Stundungen oder Krediten war sehr wichtig. In erster Linie stehen die Ärzte und Heil- und Pflegeberufe in der Systemrelevanz. Danach kommen Energieversorger und Banken

Frage:Einige Sparkassen-Vorstände erwarten von der kommenden Tarifrunde erneut deutliche Einschnitte zu Lasten der Beschäftigten in Sparkassen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Tariflandschaft in der Branche und haben dies auch öffentlich bekundet. Das geht soweit, dass andernfalls zum Teil unver-hohlen mit einem Austritt aus der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-verbände (VKA) und somit aus dem Tarifwerk des öffentlichen Dienstes gedroht wird.Wie stehen Sie zur Tariftreue von öffentlich-rechtlichen Sparkassen und zu drohenden Sonderopfern für Sparkassen-Beschäftigte?

Antwort:Wie schon bei 1 erwähnt, finde ich die Opfer für Beschäftigte schlecht, zumal die Vorstände keine Einschränkungen haben… Die Tariftreue der Sparkassen finde ich wichtig. Über Jahrzehnte hat man sich die Mitbestimmung über Gewerkschaften erkämpft, wenn die VKA sich da jetzt zurückziehen würden, fände ich das „Feige“.

– Es ist immer einfach, mit einem Ausstieg zu drohen, aber ich setze eher auf Verhandlungen. Es fangen immer Diskussionen mit harten Kanten an. Aber man muss sich zusammensetzen und Kompromisse finden. Wenn man z.B. die SSZ auf die Monate umlegt, dann ist das vielleicht ein Kompromiss

Frage:Im Jahr 2020 werden im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen auch die Verwaltungsräte der Sparkassen neu besetzt. Die Beschäftigten in den Sparkassen werden in diesem Zusammenhang zur Wahl der Arbeitnehmervertrete-rinnen und Arbeitnehmervertreter aufgerufen. Sie wählen die Kolleginnen und Kollegen, die in ihren Augen die Interessen der Beschäftigten vertreten sollen. Welche Position haben Sie hinsichtlich der Akzeptanz und der Umset-zung dieser demokratischen Wahl der Beschäftigten?

Antwort:Ich finde es wichtig, dass im höchsten Gremium der Sparkasse auch Mitarbeitervertreter vertreten sind. Nur so kann den betriebsfremden Mitgliedern des Verwaltungsrates an der einen oder anderen Stelle ein realistisches Bild aus der Sparkasse gespiegelt werden. Ob die Mitarbeitervertreter in dem Gremium akzeptiert werden, kann ich nicht beurteilen. Gleichwohl kann ich mir vorstellen, dass die Akzeptanz schwierig sein könnte. Da ich selber stellvertretender Vorsitzender in der Deutschen Polizeigewerkschaft bin, bin ich natürlich dafür, im höchsten Gremium auch Mitarbeitervertreter zu wissen. Es müssen nach meiner Auffassung und nach Auffassung des Landespersonalvertretungsgesetzes NRW aber auch die von den Mitarbeitern gewählten Vertreter sein, ohne wenn und aber, ohne Ablehnung durch den Gewährträger.

Frage: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist zum 31. August 2020 gekündigt. Was sollten in Ihren Augen die Beschäftigten als Ergebnis der Tarifrunde 2020 erwarten dürfen?

Antwort:Für die Tarifrunde 2020 muss ein Ergebnis erreicht werden, dass mindesten 3 Prozentpunkte über der Preissteigerung liegt. Desweiteren müssen in diesem Tarifvertrag sozial- und arbeitnehmergerechte Regelungen für die sich verstärkende „Home-Office-Arbeit“ vereinbart werden

Frage:In der Corona-Pandemie sind die größten Teile des öffentlichen Dienstes und insbesondere auch der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen als systemrelevant eingestuft worden. Wie stehen Sie zur Systemrelevanz von Sparkassen und zur Wert-schätzung des Einsatzes und der Leistung von Sparkassen-Beschäftigten besonders in diesem Zusammenhang?

Antwort:Selbstverständlich sind die Sparkassen systemrelevant, da sie ein Bestandteil kommunaler Infrastruktur sind. Dementsprechend groß muss auch die Wertschätzung für Einsatz, Leistung und Engagement der Beschäftigten sein.

Frage:Einige Sparkassen-Vorstände erwarten von der kommenden Tarifrunde erneut deutliche Einschnitte zu Lasten der Beschäftigten in Sparkassen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Tariflandschaft in der Branche und haben dies auch öffentlich bekundet. Das geht soweit, dass andernfalls zum Teil unver-hohlen mit einem Austritt aus der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-verbände (VKA) und somit aus dem Tarifwerk des öffentlichen Dienstes gedroht wird.Wie stehen Sie zur Tariftreue von öffentlich-rechtlichen Sparkassen und zu drohenden Sonderopfern für Sparkassen-Beschäftigte?

Antwort:Selbstverständlich bin ich für die auch zukünftige Mitgliedschaft im VKA. Finanzielle „Sonderopfer“ sind bei Krisensituationen hauptsächlich von den Kapitaleignern zu tragen, nicht von den Beschäftigten. Unabhängig davon muss bei der Forderung nach „Sonderopfer“ der Beschäftigten immer die demographische Entwicklung berücksichtigt werden – bei einem negativen Image geht es ansonsten den Sparkassen wie dem Baugewerbe

Frage:Im Jahr 2020 werden im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen auch die Verwaltungsräte der Sparkassen neu besetzt. Die Beschäftigten in den Sparkassen werden in diesem Zusammenhang zur Wahl der Arbeitnehmervertrete-rinnen und Arbeitnehmervertreter aufgerufen. Sie wählen die Kolleginnen und Kollegen, die in ihren Augen die Interessen der Beschäftigten vertreten sollen. Welche Position haben Sie hinsichtlich der Akzeptanz und der Umset-zung dieser demokratischen Wahl der Beschäftigten?

Antwort:Die Arbeitnehmervertreter im Verwaltungsrat besitzen eine urdemokratische Legitimität. Dies wird auch durch die demokratische Wahl der Beschäftigten ausdrücklich bestätigt. Die Akzeptanz beruht auf den demokratischen Grundsätzen der Bundesrepublik Deutschland und ist damit nicht diskutierbar

Frage: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist zum 31. August 2020 gekündigt. Was sollten in Ihren Augen die Beschäftigten als Ergebnis der Tarifrunde 2020 erwarten dürfen?

Antwort:Der Abschluss sollte eine leistungsgerechte, jedoch in Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Schieflage moderate Anpassung ergeben

Frage:In der Corona-Pandemie sind die größten Teile des öffentlichen Dienstes und insbesondere auch der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen als systemrelevant eingestuft worden. Wie stehen Sie zur Systemrelevanz von Sparkassen und zur Wert-schätzung des Einsatzes und der Leistung von Sparkassen-Beschäftigten besonders in diesem Zusammenhang?

Antwort:Ich halte die Sparkassen auf jeden Fall für systemrelevant. Gerade im Hinblick auf ihre Aufgabe als Ansprechpartner und „Finanzierer“ mittelständischer Unternehmen, sowie als verlässlicher Partner in den und für die Kommunen.

Frage:Einige Sparkassen-Vorstände erwarten von der kommenden Tarifrunde erneut deutliche Einschnitte zu Lasten der Beschäftigten in Sparkassen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Tariflandschaft in der Branche und haben dies auch öffentlich bekundet. Das geht soweit, dass andernfalls zum Teil unver-hohlen mit einem Austritt aus der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-verbände (VKA) und somit aus dem Tarifwerk des öffentlichen Dienstes gedroht wird.Wie stehen Sie zur Tariftreue von öffentlich-rechtlichen Sparkassen und zu drohenden Sonderopfern für Sparkassen-Beschäftigte?

Antwort:Die Tarifautonomie ist eine der großen Errungenschaften unserer wirtschaftlichen Geschichte, die in der Vergangenheit stets Ergebnisse gebracht hat, die für alle Tarifparteien tragbar waren. Dass nun teilweise mit einem Verlassen des VKA gedroht wird, zeigt wie prekär die Lage offenbar für einzelne Geldhäuser ist. Ich halte derartige Drohungen jedoch für wenig zielführend, weil so von vornherein die Fronten verhärtet werden.

Frage:Im Jahr 2020 werden im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen auch die Verwaltungsräte der Sparkassen neu besetzt. Die Beschäftigten in den Sparkassen werden in diesem Zusammenhang zur Wahl der Arbeitnehmervertrete-rinnen und Arbeitnehmervertreter aufgerufen. Sie wählen die Kolleginnen und Kollegen, die in ihren Augen die Interessen der Beschäftigten vertreten sollen. Welche Position haben Sie hinsichtlich der Akzeptanz und der Umset-zung dieser demokratischen Wahl der Beschäftigten?

Antwort:Die Tatsache, dass Arbeitnehmervertreter in die Verwaltungsräte gewählt werden, erachte ich als enorm wichtig. In der heutigen Zeit sollten alle Menschen, die in Verwaltungsräten Verantwortung tragen, ausreichende Kompetenz besitzen, um die Entscheidungen von großer Tragweite adäquat begleiten können. Das erhöht die Akzeptanz auf allen Ebenen

Frage: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist zum 31. August 2020 gekündigt. Was sollten in Ihren Augen die Beschäftigten als Ergebnis der Tarifrunde 2020 erwarten dürfen?

Antwort:Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst leisten überwiegend ganz hervorragende Arbeit, wir brauchen sie und ohne sie wäre ein Miteinander nicht möglich. Ich erwarte von der Tarifrunde für die Beschäftigten Planungssicherheit, leistungsgerechte Bezahlung, Transparenz, Gerechtigkeit und die Vergütung nach Erfahrung und Erfolgen. Ich möchte auch ganz besonders den Lebensjüngeren einen Anreiz geben, einen Beruf in diesem Umfeld zu wählen. Hier muss die Work-Life-Balance stimmen. Mit guten und motivierten Mitarbeitern können wir noch sehr viel erreichen.

Frage:In der Corona-Pandemie sind die größten Teile des öffentlichen Dienstes und insbesondere auch der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen als systemrelevant eingestuft worden. Wie stehen Sie zur Systemrelevanz von Sparkassen und zur Wert-schätzung des Einsatzes und der Leistung von Sparkassen-Beschäftigten besonders in diesem Zusammenhang?

Antwort:Nicht nur die Pandemie zeigt, wie wichtig der öffentliche Dienst und auch die Sparkassen sind. Die Leistungen der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, die Ergebnisse sind beachtenswert und trotz der Orientierung an Leistungsfaktoren spielen gerade die Sparkassen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Schlüsselrolle für das gesellschaftliche Miteinander, für die Förderung von Kunst und Kultur und für einen niedrigschwelligen Zugang zu Dienstleistungen. Dazu sind wir ihnen in Dankbarkeit verpflichtet.

Frage:Einige Sparkassen-Vorstände erwarten von der kommenden Tarifrunde erneut deutliche Einschnitte zu Lasten der Beschäftigten in Sparkassen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Tariflandschaft in der Branche und haben dies auch öffentlich bekundet. Das geht soweit, dass andernfalls zum Teil unver-hohlen mit einem Austritt aus der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-verbände (VKA) und somit aus dem Tarifwerk des öffentlichen Dienstes gedroht wird.Wie stehen Sie zur Tariftreue von öffentlich-rechtlichen Sparkassen und zu drohenden Sonderopfern für Sparkassen-Beschäftigte?

Antwort:Tarifliche Vereinbarungen dienen der Planungssicherheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ebenso wie denen von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Daran geknüpft sind langfristige Verpflichtungen jedes einzelnen. Tariftreue und Planungssicherheit haben für mich einen sehr hohen Stellenwert, sorgen stets dafür, perspektivisch planen zu können und somit für eine gesunde Basis, denn jedem ist bewusst, was auf ihn zukommt.

„Finanzielle Sonderopfer“ sehe ich sehr kritisch, denn sie bringen dieses sichere Fundament zum Wackeln, sorgen für Unruhe, Unsicherheit und Unzufriedenheit. Dies sind keine guten Voraussetzungen für ein gutes Arbeitsumfeld. Deshalb sollten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auf solche Schritte tunlichst verzichten. Wenn es zu solchen Maßnahmen kommen sollte, gilt es stets zu bedenken, dass alle – von den Vorständen bis zu den Teilzeitkräften – beteiligt werden; dies geht allerdings nur sozialverträglich, sodass sich die Nachteile für jeden einzelnen nicht gravierend auswirken. Prinzipiell sollte man auf solche Schritte verzichten.

Frage:Im Jahr 2020 werden im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen auch die Verwaltungsräte der Sparkassen neu besetzt. Die Beschäftigten in den Sparkassen werden in diesem Zusammenhang zur Wahl der Arbeitnehmervertrete-rinnen und Arbeitnehmervertreter aufgerufen. Sie wählen die Kolleginnen und Kollegen, die in ihren Augen die Interessen der Beschäftigten vertreten sollen. Welche Position haben Sie hinsichtlich der Akzeptanz und der Umset-zung dieser demokratischen Wahl der Beschäftigten?

Antwort:Arbeitnehmervertretungen sind unbedingt wichtig für ein erfolgreiches, faires und demokratisches Miteinander im Beruf. Wir können froh und stolz sein, dieses historisch bewährte und im Tagesgeschehen nicht nur etablierte, sondern erfolgreiche Modell zu haben. Nur so geht es! Wenn die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ordentlich vertreten werden, dann steigt nicht nur die Motivation und das Gefühl für ein Miteinander im Unternehmen. Ich nehme die Belange aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehr ernst, möchte sie fördern und unser demokratisches Weltbild auch in den Unternehmen gelebt wissen.