Bürgermeister Stadt Selm

Meinungen zu Themen der Sparkassen-Beschäftigenten der Kandidaten aus der Stadt Selm

Frage: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist zum 31. August 2020 gekündigt. Was sollten in Ihren Augen die Beschäftigten als Ergebnis der Tarifrunde 2020 erwarten dürfen?

Antwort: Vielen Dank für Ihr Anschreiben vom 14.08.2020. Als Verwaltungsratsmitglied habe ich in der letzten Sitzung durch Herrn Rautert die Perspektiven und Ausrichtung der SpadL dargestellt bekommen und kann diese Vorgehensweise nur unterstützen! Aus diesem Grund möchte ich keine weiteren Angaben machen wollen. Mit der Bitte um Verständnis verbleibe ich Michael Zolda

Frage: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist zum 31. August 2020 gekündigt. Was sollten in Ihren Augen die Beschäftigten als Ergebnis der Tarifrunde 2020 erwarten dürfen?

Antwort:Zum einen hätte ich mir für die Angestellten gewünscht, dass man die Kündigung des alten Tarifvertrages auf Grund von Corona ins Jahr 2021, zumindest aber auf den 31.12.2020 verschoben hätte.

Viele Beschäftigte haben in Corona-Zeiten, trotz teilweise hoher persönlicher Belastung, den hohen Anspruch der kundenfreundlichen Dienstleistung aufrechterhalten. Hier wurde die Problematik ja in den Sparkassen unterschiedlich gelöst. Während die Beschäftigten der Sparkasse Selm-Werne bis zu 100 Minusstunden aufbauen durften, diese aber bis zum 31.12.2020 wieder ausgeglichen haben, war die Sparkasse Dortmund wesentlich sozialer. Hier wurden den Beschäftigten jeweils 10 Corona-Stunden geschenkt, die sie auch an „bedürftige“ Kollegen weiter geben konnten. Ich denke ein Paradebeispiel an sozialem, verantwortungsvollem Umgang.

Da Corona nicht vorbei ist und ähnliche Situationen wie im April, Mai diesen Jahres zu befürchten sind, wünsche ich mir sozialverträgliche Lösungen, ähnlich wie in Dortmund, im Tarifvertrag verankert. Ich hoffe, dass die Tarifbeschäftigten auch weiterhin auf das 13. + 14. Monatsgehalt zurück greifen können und dies nicht rigoros gekündigt wird von Seiten des AG.

Frage:In der Corona-Pandemie sind die größten Teile des öffentlichen Dienstes und insbesondere auch der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen als systemrelevant eingestuft worden. Wie stehen Sie zur Systemrelevanz von Sparkassen und zur Wert-schätzung des Einsatzes und der Leistung von Sparkassen-Beschäftigten besonders in diesem Zusammenhang?

Antwort:Auch wenn mittlerweile viel über Onlinebanking läuft, ist der Kontakt zum Berater vor Ort, insbesondere für unsere älteren Bürger unersetzbar. Gerade in diesen Zeiten, wo man sich auf Grund der Krise viele Gedanken macht, viele Existenzängste haben, absolut notwendig. Daher ist der Einsatz der Mitarbeiter gar nicht hoch genug zu schätzen und natürlich systemrelevant. Ich würde mir für ähnlich gelagerte Fäle allerdings erhoffen, dass man gerade die kleinen filialen offen hält und nicht alles auf eine Geschäftsstelle zentralisiert. In Hinblick auf Infektionsgefahr suboptimal.

Frage:Einige Sparkassen-Vorstände erwarten von der kommenden Tarifrunde erneut deutliche Einschnitte zu Lasten der Beschäftigten in Sparkassen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Tariflandschaft in der Branche und haben dies auch öffentlich bekundet. Das geht soweit, dass andernfalls zum Teil unver-hohlen mit einem Austritt aus der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-verbände (VKA) und somit aus dem Tarifwerk des öffentlichen Dienstes gedroht wird.Wie stehen Sie zur Tariftreue von öffentlich-rechtlichen Sparkassen und zu drohenden Sonderopfern für Sparkassen-Beschäftigte?

Antwort:Meines Erachtens ist die Tariftreue hier unbedingt einzuhalten und ich denke, dass es ausreichend Möglichkeiten gibt, einzusparen, ohne hier gleich wieder an das schwächste Glied, die Mitarbeiter, gehen zu müssen. In Selm für mich z.B. völlig unerklärlich, aus einer eigenen Immobilie auszuziehen, um in einem neuen Gebäude Miete zu zahlen. Ich bin Polizeibeamter und habe mir zudem das neue Gebäude mal unter „Sicherheitsaspekten“ angeschaut.

Es ist völlig suboptimal, dass die Mitarbeiter, gerade in der dunklen Jahreszeit, dann das Gebäude nach hinten, wo es kaum beleuchtet ist, verlassen sollen. Des Weiteren finde ich die Aufteilung der Räumlichkeiten in der eigenen Immobilie auch aus Mitarbeiter Sicht, wesentlich optimalerer, die Hitzeentwicklung am neuen Standort durch die riesige Pflasterfläche und der Betonkulisse war ja schon Thema in den Medien. Diese Mietkosten hätte man sich auf jeden Fall sparen können und muss dann nicht über Sonderopfer von Seiten der Beschäftigten sinieren. Dem sollte ein sinnvolles wirtschaften seitens des AG vorangehen und keine Gefälligheitshandlung gegenüber Vertretern der Stadt Selm.

Frage:Im Jahr 2020 werden im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen auch die Verwaltungsräte der Sparkassen neu besetzt. Die Beschäftigten in den Spar-kassen werden in diesem Zusammenhang zur Wahl der Arbeitnehmervertrete-rinnen und Arbeitnehmervertreter aufgerufen. Sie wählen die Kolleginnen und Kollegen, die in ihren Augen die Interessen der Beschäftigten vertreten sollen. Welche Position haben Sie hinsichtlich der Akzeptanz und der Umset-zung dieser demokratischen Wahl der Beschäftigten?

Antwort:Verwaltungs-, Betriebs- oder Personalräte sind wichtige Bestandteile der Wahrnehmung der Interessen der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber, ein Grundstein unserer Demokratie. Da ist überhaupt nicht dran zu rütteln.

Frage: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist zum 31. August 2020 gekündigt. Was sollten in Ihren Augen die Beschäftigten als Ergebnis der Tarifrunde 2020 erwarten dürfen?

Antwort:Leider ist es in der Wirtschaftsgeschichte meistens so, dass eine Krisensituation auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen wird.

Lohnverzicht, Streichung des Urlaubs- oder Weihnachgeld sind üblicher Weise die praktizierten Instrumente. Es gibt wenige Fälle in denen auch Vorstandsmitglieder oder Aktionäre auf ihren Anteil oder auf ihre Tantiemen verzichtet haben.

Sie sollten auf einer auskömmlichen Lohnerhöhung bestehen, gerade um die Folgen des Lock down im privaten Bereich auszugleichen.

Frage:In der Corona-Pandemie sind die größten Teile des öffentlichen Dienstes und insbesondere auch der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen als systemrelevant eingestuft worden. Wie stehen Sie zur Systemrelevanz von Sparkassen und zur Wert-schätzung des Einsatzes und der Leistung von Sparkassen-Beschäftigten besonders in diesem Zusammenhang?

Antwort:Natürlich ist der öffentliche Dienst und das Finanzwesen systemrelevant. Man hat ja erlebt in Griechenland, Spanien u.a. Ländern, was passiert wenn Banken geschlossen werden und die Menschen nicht mehr an ihr Geld kommen. Leider führt die Rationierung zur reinen

Automatenbank
immer mehr dazu, dass Informationen und wichtige Gespräche mit Finanzexperten nicht mehr so ohne weiteres möglich sind.

Frage:Einige Sparkassen-Vorstände erwarten von der kommenden Tarifrunde erneut deutliche Einschnitte zu Lasten der Beschäftigten in Sparkassen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Tariflandschaft in der Branche und haben dies auch öffentlich bekundet. Das geht soweit, dass andernfalls zum Teil unver-hohlen mit einem Austritt aus der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-verbände (VKA) und somit aus dem Tarifwerk des öffentlichen Dienstes gedroht wird.Wie stehen Sie zur Tariftreue von öffentlich-rechtlichen Sparkassen und zu drohenden Sonderopfern für Sparkassen-Beschäftigte?

Antwort:Gerade die Sparkassen, die ja öffentlich rechtliche Institutionen sind, also Eigentümer von Kommunen und staatlichen Einrichtungen, müssen Vorbildcharakter in Sachen Tariftreue und fairen Umgang mit den Mitarbeitern an den Tag legen. Wenn nicht der

Staat
einen gerechten und demokratischen Umgang vertritt, wem soll man dann noch trauen -den BlackRocks – Hedgsfond…oder sonstigen Finanzhaien. Sonderopfer gibt es nur auf Vorstandsebene ab 120.000,- p.a.

Frage:Im Jahr 2020 werden im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen auch die Verwaltungsräte der Sparkassen neu besetzt. Die Beschäftigten in den Spar-kassen werden in diesem Zusammenhang zur Wahl der Arbeitnehmervertrete-rinnen und Arbeitnehmervertreter aufgerufen. Sie wählen die Kolleginnen und Kollegen, die in ihren Augen die Interessen der Beschäftigten vertreten sollen. Welche Position haben Sie hinsichtlich der Akzeptanz und der Umset-zung dieser demokratischen Wahl der Beschäftigten?

Antwort:Die Gewerkschaften haben Jahrzehnte lang dafür gekämpft, das Arbeitnehmerrinnen und Arbeitnehmer in den Führungsgremien, hier Verwaltungsrat, vertreten sind. Denn die Beschlüsse und Maßnahmen die dort getroffen werden, betreffen letztendlich die Beschäftigen. Es steht außer Frage das aktive Vertreter der Beschäftigen im Verwaltungsrat vertreten sind.

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